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Virtuelles Arbeiten – mittlerweile Routine?

Trotz der Lockerungen der Landes- und Bundesregierung bleibt das Arbeiten im Home Office für viele von Ihnen sicherlich ein aktuelles Thema. Mit der Zeit haben Sie sich mit der Situation bestmöglich arrangiert und wahrscheinlich auch zwischendurch mal nachgelesen, wie Sie im Home Office am besten arbeiten können, welche Tipps und Ratschläge für das Arbeiten im Home Office diskutiert werden und Erfahrungen mit Kollegen oder Freunden ausgetauscht. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle nicht noch weitere Empfehlungen nennen oder Ratschläge geben, sondern einen populären Tipp aufgreifen: „Lassen Sie frische Luft herein“ und zwar nicht nur in Ihre Wohnung, sondern auch in Ihren Alltag im Home Office.

Der Alltag im Home Office, bei dem Sie digitalen Medien ausgesetzt sind, den Stimmen der Kunden oder Kollegen aus einem Lautsprecher lauschen, ständig die gleichen Dinge um sich herum wahrnehmen. Ihre Nase kann nichts riechen, außer dem muffigen Geruch, den Ihr Laptop auspustet, und die ständigen Konferenzen hinterlassen einen Nachgeschmack auf Ihrer Zunge. Das virtuelle Arbeiten fordert uns nochmal auf eine ganz andere Weise als im Büro.

Zwischen Telefon- und Videokonferenzen liegen oftmals nur wenige Minuten: ein knapper Zeitraum, der Ihnen bleibt, um einen Kaffee zu machen oder das Fenster zum Lüften weit zu öffnen. Was wäre, wenn Sie diese Minuten als kleine Flucht aus dem Home Office Alltag nutzten?

Perspektivwechsel für Ihre Home Office Routine

Mit einem kleinen Perspektivwechsel, der im systemischen Coaching häufig Anwendung findet, können Sie eine individuelle Fluchtmöglichkeit für sich selbst nutzen. Also lassen Sie für einen Moment die digitalen Medien hinter sich und entspannen Sie Ihre Augen, nachdem diese schon eine ganze Weile auf den Bildschirm starren mussten und schauen Sie einmal aus dem geöffneten Fenster ins „Weite“. Was sehen Sie?

Während Sie ins „Weite“ schauen, vielleicht mit Ihrem Kaffee in der  Hand, lassen Sie Ihre Gedanken schweifen und nehmen nun den Geschmack auf Ihrer Zunge wahr. Vielleicht schmecken Sie außer dem Kaffee ja noch etwas? Was schmecken Sie heraus?

Und wenn Sie nun nicht den Stimmen aus dem Lautsprecher lauschen, hören Sie noch weitere Geräusche? Welche sind es? Ist es eher leise oder laut?

Neben den Geräuschen und Geschmäcken nehmen Sie nun auch noch Gerüche wahr. Vielleicht ist es nur ein ganz bestimmter oder aber auch ganz viele, die in Ihre Nase steigen? Welche sind Ihnen angenehm, welche eher weniger angenehm?

Während Sie weiterhin ins „Weite“ schauen, Ihre Kaffeetasse fest gedrückt halten, Geräusche hören, Gerüche wahrnehmen und Geschmäcke auf der Zunge haben, welche Emotionen kommen aus dem Inneren Ihres Körpers zum Vorschein? Wenn Sie gerade nicht mit Gefühlen auf die Reaktion von Kollegen, eingehenden E-mails oder endlosen Gesprächen beschäftigt sind, was fühlen Sie dann?

Holen Sie tief Luft und verharren Sie einen kurzen Moment in diesen Bildern und genießen Sie die kurze Flucht, bevor Sie wieder zurückkehren an Ihren Schreibtisch, an Ihre digitalen Geräte, an Ihre Arbeit .

Luft für den Kopf

Möglicher Weise haben Sie festgestellt, dass es Ihnen zunächst schwer gefallen ist, sich von der Routine zu lösen und den Blick aus dem Fenster nicht auf feste Gegenstände zu richten, sondern in die „Weite“ fließen zu lassen. Es bedarf hier einem Einlassen auf eine andere Situation, ein Einlassen auf die Veränderung Ihres Blickwinkels. Wenn Ihnen dies leicht fällt, können Sie mithilfe der Fragen ganz einfach beim Lüften Ihren Blickwinkel verändern und dem Kopf die notwendige Luft für neue Konzentration geben.

In einem Coaching kann die Veränderung des Blickwinkels unterstützt und vertieft werden und sich so neue Möglichkeiten für Sie ergeben. Sprechen Sie bei Interesse Ihren Coach einfach an.

Essen, 22.06.2020
Anne Schneider – Personal und Business Coach

Kontakt:
anne.schneider@coachingwerk-koeln.de