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Motivationshelferlein im systemischen Coaching

Woher die Motivation nehmen, wenn es gerade nicht so läuft wie geplant?

Wir alle kennen das Problem, Motivation zu finden, wenn eine bestimmte Situation oder der Arbeitsalltag sich, aus welchen Gründen auch immer, anders darstellt, als wir es uns gewünscht haben und sich diese Entwicklungen auch im Privaten auswirken. Die Situation, die wir uns selbst ausgesucht haben und von der wir einst begeistert waren, belastet oder quält uns nun gar. Überschattet von Demotivation, versuchen wir einen Ausweg zu finden. Das fällt den Wenigsten leicht, da sich alles unglaublich schwer anfühlt und keine Lösung in Sicht ist. Selbst das „Ziele setzen“ wirkt nicht motivierend, hilft nicht weiter und erhöht manchmal sogar den Druck – ein Teufelskreis…

Motivationshelfer im systemischen Coaching

Im systemischen Coaching gehen wir davon aus, dass die Lösung in jedem selbst steckt und sie nur „gefunden“ werden muss. Dafür müssen wir uns einen Moment Zeit nehmen – und zwar jeder für sich selbst! Das ist nicht immer einfach – gerade dann, wenn die aktuelle Situation es vermeintlich nicht zulassen will und wir uns auf den Feierabend, Freunde, Freizeitaktivitäten oder einfach Ablenkung freuen.

Sie fragen sich möglicherweise, wie ein Personal Coaching helfen kann, aus dieser Schleife auszubrechen und wieder Motivation zu finden. Im Coaching gibt es nicht nur einen Weg, sondern ganz Unterschiedliche und ganz Individuelle. Eine Klientin kam mit dieser Fragestellung auf mich zu und bat mich um einen kleinen Tipp für den Alltag. Vor diesem Hintergrund erklärte ich – die Lateinerin – ihr zunächst, dass der Ursprung des Begriffs Motivation von „movere = bewegen“ stammt. Das bedeutet also, wenn wir uns bewegen oder etwas finden, das uns aus dem Inneren heraus bewegt, finden wir Motivation. Das bedetuet auch, im Tun zu bleiben.

Also raus aus der Komfortzone – wir überwinden uns und machen einen Haken an die Demotivation. Wenn dieser Schritt getan ist, folgt die Überlegung:

Was bewegt mich?

Ich lud meine Klientin ein, an eine Charaktereigenschaft oder einen Wesenszug zu denken, der sie schon in anderen Situationen weitergebracht hatte. Ich bat sie, sich ganz genau an eine bestimmte Situation zu erinnern, in der sie diese Eigenschaft gut einsetzen konnte und an das Gefühl, das dabei in ihr aufkam. Sie brauchte einen Moment, bis es ihr deutlich wurde. Sie stellte fest, dass die Familie ihr am meisten bedeutet und sie bewegt. Mit Hilfe weiterer Fragen fielen ihr viele weitere Eigenschaften und Gefühle ein, die so positiv waren, dass sie schon fast vergessen hatte, weshalb sie nach einem Tipp zur Motivation gesucht hatte.

So stecken in jedem von uns Eigenschaften, Gefühle oder gar besondere Fähigkeiten, die wir vergessen oder länger nicht wahrgenommen haben. Um sie spürbar zu machen, können wir unsere Gedanken ein wenig schweifen lassen und das Positive aus ihnen herausziehen. Denn ganz gleich, welche Situation, welche Eigenschaft oder welchen Wesenszug wir in uns entdecken, sie verleihen Kraft – oder sogar noch mehr: sie unterstützen uns bei Aufgaben, sodass viele Dinge wieder leichter fallen.

Motivation will Zeit haben

Und das ist dieser Moment, sich Zeit zu nehmen – Zeit für sich selbst, für eine Weile – nur ein paar Minuten im Alltag. Um in derartige wundervolle Situationen einzutauchen, sie wirken zu lassen, Kraft zu tanken und Motivation zu finden. Und das Beste ist, wir alle tragen diese positiven Gefühle und Eigenschaften in uns und haben sie in jeder Situation und überall dabei.

Auf diese Weise helfen systemische Fragen im Coaching in eingefahrenen Alltagssituationen zu entdecken, was in uns steckt. Und Coaching bietet noch weitere Möglichkeiten, Fähigkeiten wieder zu aktivieren und Potentiale aufzudecken. Beispielsweise können im Personal Coaching gemeinsam positive Gefühle oder Situationen durch Ankern (zum Festhalten der Gefühle und Situationen) verstärkt werden.